Systema ist eine altrussische Kampfkunst, die auf natürlichen Reflexen basiert. Seine Wurzeln reichen bis weit in die russische Zarenzeit hinein. Insbesondere russische Spezialeinheiten trainieren nach dieser rein praxisbezogenen Methode.

Das Systema-Training umfasst alle Bereiche des Nahkampfes. Statt losgelöster Techniken werden Prinzipien gelehrt. Dazu gehören neben Ausweichbewegungen, Schläge, Tritte, Würfe, Hebel, Festhalten und Würgen, sowie die Verteidigung gegen und das Kämpfen mit Waffen aller Art.

Neben dem Nahkampftraining beinhaltet Systema auch intensive Methoden zur Steigerung der Fitness und Beweglichkeit. Die Teilnehmer lernen, Bewegungen auch unter erschwerten Bedingungen effektiv und mit möglichst geringer Belastung auszuführen.

Ein weiterer Aspekt ist das Erlernen richtiger Atmung, denn sie steuert alle Aktivitäten unseres Körpers und unterstützt psychische Vorgänge. Zu der Schulung von physischen Fähigkeiten werden dabei auch psychische Aspekte entwickelt, die es den Teilnehmern ermöglichen, Stresssituationen sowohl im Alltag, als auch im Bereich der Selbstverteidigung angemessen und erfolgreich zu meistern.

Systema ist kein Wettkampfsport. Es gibt keine Püfungen oder Graduierungen. Jeder Teilnehmer übt aus unterschiedlichen Gründen und mit unterschiedlichen Zielen. Niemand muss einem anderen etwas beweisen. Daher ist der Einstieg jederzeit möglich.

Jörg Schnabel